Sie haben es gemacht! Hand aufs Herz – wäre hätte darauf gewettet, dass die Ausstellung 2012 der Sektion Europa der FCI in Bukarest ein solcher Erfolg würde? Als Opfer einer regelrechten Hetzkampagne in den sozialen Netzwerken (die eine ungeheure Macht und Kraft darstellen, im Positiven, aber manchmal auch mit unheilvollen Auswirkungen) hat es die Asociatia Chinologica Romana (AChR) geschafft, einen kühlen Kopf zu bewahren, sich der Herausforderung zu stellen und mehr als 6.000 Hunde in der rumänischen Hauptstadt zu versammeln. Es ist der AChR gelungen, die gegen sie gerichtete Kampagne als Werbemittel für ihre Veranstaltung zu nutzen, und das Mindeste, was sich hierzu sagen lässt, ist, dass sie ihr Ziel erreicht hat! Wir beglückwünschen das gesamte rumänische Team unter der hervorragenden Leitung von Herrn C. Stefanescu und Herrn P. Muntean.

Zu unserem großen Bedauern haben drei im Bereich der Kynologie tätige Persönlichkeiten uns vor kurzer Zeit verlassen. Die FCI möchte ihnen auf diesen Seiten eine letzte Ehre erweisen...

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Yves De Clercq
Exekutivdirektor der FCI
Internationale Ausstellungen von Chieti und Pescara (IT), 15.-16.09.

Der Terminkalender der internationalen Ausstellungen ist in Italien gut gefüllt. Wir haben ungefähr 50 internationale Ausstellungen pro Jahr. Manche sind "doppelt", was bedeutet, dass am selben Veranstaltungsort und am selben Wochenende gleich zwei internationale Ausstellungen stattfinden. Dies trifft auf die Ausstellungen von Chieti und Pescara zu: Eine internationale Doppelausstellung, die in Chieti an der Adria am 15. und 16. September 2012 stattfand. Der Veranstaltungsort ist wirklich funktionell, die Pavillons des Messegeländes der Handelskammer von Chieti und die Infrastrukturen im Freien sind bestens geeignet, um die Hundewelt mit ihren Ausstellern und Besuchern zu empfangen. Die gut situierten Ausstellungsringe im Inneren sowie die Stände und Serviceflächen wurden auf komfortable und angenehme Weise untergebracht.

Zu dieser Doppelausstellung von Chieti und Pescara haben zahlreiche Aussteller ihre Hunde angemeldet, und es wurden viele rassenspezifische Ausstellungen angesetzt: Die rassenspezifische Ausstellung des Bologneser- und Malteservereins hat einen sehr großen Erfolg verzeichnet und auch den BIS von Sonntag gestellt: Den Malteser Ch. Cinecittà Diane Lane.

Die beiden Präsidenten des Organisationskomitees, Herr Roberto Bonfante (Präsident der Gruppo Cinofilo Chieti, rechts) und Herr Luciano Diodati (Präsident der Gruppo Cinofilo Pescara, links) mit Anna Albrigo

Ich habe eine kleine Pause bei meiner Arbeit als Vertreterin des italienischen Kynologenverbands ENCI bei dieser Ausstellung genutzt, um die Präsidenten der beiden örtlichen Hundegesellschaften zu treffen, die diese internationalen Ausstellungen von Chieti und Pescara organisiert haben, und ihnen ein paar Fragen zur Organisation dieser zweitägigen Veranstaltungen zu stellen. Zu meiner Rechten, Herr Luciano Diodati, Präsident der Gruppo Cinofilo Pescara, und zu meiner Linken, Herr Roberto Bonfante, Präsident der Gruppo Cinofilo Chieti:


Wann wurde diese Ausstellung das erste Mal veranstaltet und wie war ihr Verlauf?

Zunächst waren die Ausstellungen von Chieti und Pescara zwei nationale Ausstellungen, die seit langer Zeit getrennt stattfanden, bis wir vor vier Jahren beschlossen haben, künftig gemeinsame Sache zu machen und die beiden Ausstellungen hier in Chieti auf diesem Messegelände zusammenzulegen. In Anbetracht des Erfolgs der ersten gemeinsamen Veranstaltung haben wir damit weitergemacht, wie auch in diesem Jahr, mit unserer dritten Veranstaltung.


Sind Sie mit der diesjährigen Ausstellung zufrieden?

Ja, die Zahl der angemeldeten Hunde und die zahlreichen Aussteller und Besucher, die dieses Jahr gekommen sind, bestätigen den positiven Trend dieses Events. Die Formel der "doppelten internationalen Ausstellung" hat sich als Trumpf für den Erfolg der Ausstellung erwiesen.

Herr Luciano Diodati (Präsident der Gruppo Cinofilo Pescara, rechts), Herr Francesco Balducci (Präsident der ENCI, Mitte), Herr Roberto Bonfante (Präsident der Gruppo Cinofilo Chieti, links) mit Anna Albrigo

Als wie „international“ kann diese Veranstaltung angesehen werden (Aussteller, Richter usw.)?

Was die Richter anbelangt, ist der internationale Aspekt sichergestellt: ein Drittel der Richter kommt aus dem Ausland. Was die Aussteller anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass wir uns mitten in Italien befinden, über 600 km von den Grenzen entfernt, weshalb die Beteiligung von ausländischen Ausstellern nicht mit derjenigen bei Ausstellungen in Norditalien zu vergleichen ist.


Haben Sie eine Strategie, um mehr Aussteller, mehr Besucher und eine größere Medienresonanz zu erzielen? Wenn ja, welche?

Da es in Italien über fünfzig internationale Ausstellungen pro Jahr gibt, und die Aussteller die Wahl haben, muss ihr Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet werden, was nahegelegene Parkplätze, komfortable Pavillons, Grooming-Bereiche, und letztendlich auch interessante Preise bedeutet. Ein Aussteller, der heute zufrieden ist, wird auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Was die Zuschauer anbelangt, kann man hier auf das regionale Publikum zählen, dessen Besuch vom Tag, vom Wetter und von damit zusammenhängenden Faktoren abhängt. Der Kommunikation für die Veranstaltung auf regionaler Ebene wird große Bedeutung beigemessen: Der Fernsehsender RAI 3 strahlt Liveaufnahmen von der Ausstellung aus.

Der Best in Show der Internationalen Ausstellung von Pescara

Müssten Sie bei der Vorbereitung einer so großen Veranstaltung auf spezifische soziale, wirtschaftliche oder landeseigene Bedingungen Rücksicht nehmen?

Der Malteser Ch. Cinecittà Diane Lane - Best in Show am Sonntag

Als wir uns für die Formel der doppelten internationalen Ausstellung entschieden haben, hatten wir die Absicht, dem Aussteller das Leben einfacher zu machen, indem wir versucht haben, ihm für einen möglichst geringen Aufwand möglichst viel zu bieten. So reist er mindestens für zwei Ausstellungen an, womit seine Reise- und Unterkunftskosten optimiert werden. Italien ist ein langgestrecktes Land, und die Kraftstoffkosten sind sehr teuer, weshalb die Aussteller so wenig Kilometer wie möglich zurücklegen möchten. Deshalb muss unbedingt ihr Interesse geweckt werden.

Zum Ende unseres angenehmen Gesprächs hat sich der Präsident des ENCI, Herr Francesco Balducci, der hier als Richter fungiert, zu uns gesellt. Ich habe ihn um seine Meinung über diese Veranstaltung gebeten: "Insgesamt positiv, diese doppelte internationale Ausstellung", so sein Urteil, "zweifellos eine der besten Mittelitaliens".

Die Ausstellung ist beendet, die letzten Aussteller reisen ab, und wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr, unter einem schönen alten Olivenbaum, Symbol unseres schönen Italiens.

Anna Albrigo